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ART

Formkontraste
Anmerkungen zur Arbeit von Martine Seibert-Raken

 

„ICH SUCHE DEN BRUCH,
UND VERSTEHE IHN ALS ERGÄNZUNG …“

-Martine Seibert-Raken

Vier mal vier dünne Stahlstäbe markieren ein Quadrat in der freien Natur, nicht allzu groß, aber auch nicht klein, der Maßstab orientiert sich in Höhe und Abstand am Menschen. Die konstruktivistische Basis dieser Stäbe – sie stehen auf verzinkten Platten von 1m Kantenlänge – trägt ein wildes Gebilde aus dünnem Maschendraht, formal so wenig fassbar wie eine Cumuluswolke und mit dem Handelsbegriff „Hasendraht“ geradezu poetisch umschrieben. Die Stäbe sind hochglänzend, der Draht ist hell, beides trägt keine Eigenfarbe, sondern gibt das Licht aus der Umgebung in allen spektralen Erscheinungen zurück: bei hellem Sonnenschein anders als unter trübem Himmel, bei nächtlichem Kunstlicht unter verschiedenen Leuchtmitteln anders, je nach Hintergrund zudem als Schatten auf Boden oder Wand. Immer aber bleibt die Erscheinung des Lichts immateriell und die Form trotz fest konstruktivem Grund offen. Die Skulptur gewinnt 2015 TheRhinePrize und markiert eine wichtige Station der Künstlerin Martine Seibert-Raken und zeigt auch viele Charakteristika ihrer Arbeit auf.

Dr. Rolf Sachsse

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